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SIBB: Digitalisierungsprozess nimmt weiter zu

1. Woran arbeiten Sie im Moment?
Wir wollen die Wahrnehmung unseres Verbandes SIBB e.V. in der Öffentlichkeit als wichtigsten Branchenverband der IT- und Internetwirtschaft der Hauptstadtregion schärfen – als moderne und ernst zu nehmende Interessenvertretung für gestandene IT- Unternehmen, als auch für Start-ups. Als Vorstand des SIBB und Unternehmer (Geschäftsführer der förderbar GmbH, d.R.), der sich viele Jahre mit der Beratung und Förderung junger IT-Unternehmen (Start-ups) beschäftigt hat, ist mir die Integration dieser jungen und wachstumsstarken Unternehmen in den Verband ein besonderes Anliegen: Es geht um die Verbesserung des Angebots für Start-ups und Unternehmen aus der sogenannten „Internetszene“. Damit einher geht die  Erweiterung unserer Kommunikationskanäle und Formate für diese Zielgruppen. Wir wollen eine Plattform schaffen, um diese Unternehmen mit den klassischen IT-Unternehmen zu vernetzen.

2. Welche Trends sehen Sie?

Aus meiner Sicht ist die Digitalisierung der gesamten Wirtschaft DAS beherrschende Thema für die nächsten Jahre. Wir befinden uns erst am Anfang dieser Entwicklung. Ehemalige IT-ferne Branchen sind dabei, Teil der IT-Branche beziehungsweise der Internet-Wirtschaft zu werden. Wir beobachten das zurzeit besonders drastisch in den  Veränderungen im Verlagswesen, im Handel und der Industrie. Weitere ehemalige „Offline“- Branchen werden folgen. Insofern werden die IT- und  Onlinestrategien immer bedeutsamer für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Auch als Geschäftsführer der M&A-Beratung eventurecat spüre ich diese Veränderungen deutlich: Immer mehr Unternehmen kaufen andere Unternehmen, die IT- und Internetlösungen anbieten, als Teil ihres Portfolios dazu. Gleichzeitig strömen immer mehr Investoren in diese Märkte und immer größere Beträge werden in junge, zukunftsträchtige Unternehmen investiert.

3. Berlin ist…
… auf einem guten Weg, DIE europäische Metropole für Venture Capital finanzierte Unternehmen zu werden. Als Unternehmer und Vorstand des ICT-Branchenverbands SIBB freue ich mich sehr über die momentane Dynamik in der Berliner Start-up-Szene. Sowohl bei den Kapitalgebern, als auch bei den Gründern und Mitarbeitern beobachten wir den Trend zur Internationalisierung. Weiter so, denn internationale Investoren und Unternehmer bringen diese Stadt voran! Davon werden dann auch unsere etablierten IT-Unternehmen profitieren können.

4. Welche Rolle spielt Crowdinvesting?
Für junge Unternehmen eine sehr große, ohne Zweifel. Und diese Rolle wird als Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Andere Länder machen dies bereits vor. Die Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung über das Einsammeln von Kapital vieler „kleiner“ Investoren ist für viele Start-ups gerade in unserer Branche eine relevante Option. Das breite Angebot vieler Plattformen für das Crowdfunding und die Investitionsbereitschaft zahlreicher Anleger hat die Chance einer erfolgreichen Startfinanzierung deutlich erhöht. Hinzu kommt, dass Investoren in dieser Form nicht nur einfach Geld geben, sondern unter Umständen auch viel Begeisterung in das jeweilige Projekt stecken, an die Idee also glauben. Mit Crowdinvesting bieten sich viele Möglichkeiten und Perspektiven für beide Seiten – Unternehmen und Investoren – gemeinsame Wege zu gehen und zusammenzufinden und darüber hinaus die immer enger werdenden Rahmen der klassischen Bankenfinanzierung zu sprengen. Ich denke, dass die Volumina in den kommenden Jahren in jedem Falle steigen werden. Wichtig dabei ist, dass jetzt die richtigen Weichen auch seitens des Gesetzgebers gestellt werden, sodass sich das Crowdinvesting auch in Deutschland etablieren kann. Hierzu haben wir als SIBB ganz aktuell unsere Hinweise mit konkreten Lösungsvorschlägen an den Gesetzgeber übermittelt. Es geht im Kern darum, Crowdinvesting zur fördern und nicht überzuregulieren.

5. Welche Bedeutung hat für den SIBB die login in.berlin.-Kampagne?
Wir unterstützen als politische Interessenvertretung und Branchenverband der IT-Wirtschaft natürlich diese Kampagne. Finden sich hier schließlich deckungsgleiche Interessen , die der gemeinsamen Arbeit und dem Ziel dienen, den IT-Standort für Fachkräfte, Investoren, aber auch andere Wirtschaftspartner, interessant zu machen sowie den Erfolg, die Branchenkompetenz und damit verbundene Wirtschaftskraft der IT-Unternehmen als inzwischen wichtigsten Teil der Berliner Wirtschaft herauszustellen. Kurz: Sie hilft uns zu zeigen, dass die digitale Wirtschaft in der Hauptstadtregion Taktgeber wirtschaftlichen Wachstums auf Spitzenniveau ist.


SIBB e.V.
Geschäftsstelle Berlin
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Tina Radau
Tel.: 030 / 408191 282
Fax.: 030 / 408191 289
E-Mail: tina.radau@sibb.de

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