Digitalisierung 2012

Digitalisierung und IT-Anwendungen von Einrichtungen der Informationsversorgung

Im Juni 2012 haben die Wirtschafts- und die Kulturverwaltung gemeinsam den Wettbewerb „Digitalisierung und IT-Anwendungen von Einrichtungen der Informationsversorgung“ gestartet. Bibliotheken, Archive, Museen und andere Einrichtungen des kulturellen Erbes waren aufgerufen, Projektskizzen zu den Themen Digitalisierung, Automatisierung und IT-Serviceleistungen einzureichen. Eine unabhängige Experten-Jury hat jetzt die neun überzeugendsten Modellprojekte ausgewählt. Sie sollen mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) gefördert werden. Grundlage ist die Berliner Richtlinie „Innovative Maßnahmen“. Sie ermöglicht die Förderung von Pilotprojekten im Rahmen von Wettbewerben, die sich mit der Erprobung von Innovationen beschäftigen.

Die Preisträger

Die Jury hat die folgenden Projekte für eine Förderung vorgeschlagen:

  • 3D-Technologien für Berliner Museen, <link http: www.tu-berlin.de _blank external-link-new-window>Technische Universität Berlin; Institut für Mathematik, 3D-Labor 
  • Pilotprojekt KOBV – Portal 2.0 (K2), <link http: www.kobv.de _blank external-link-new-window>Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) 
  • Einführung eMuseumPlus – Digitalisierung fünf repräsentativer Sammlungsbereiche – Online-Zugänglichkeit von 36.400 Werken, <link http: www.berlinischegalerie.de _blank external-link-new-window>Berlinische Galerie – Museum für Moderne Kunst
  • Digitalisierung des Kernbestandes des Bauhaus-Archives, <link http: www.bauhaus.de _blank external-link-new-window>Bauhaus-Archiv e. V. – Museum für Gestaltung
  • Digitalisierung historischer Berliner Tageszeitungen, <link http: staatsbibliothek-berlin.de _blank external-link-new-window>Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz 
  • Effiziente Arbeitsabläufe und innovative Methoden zur Erschließung und dauerhaften Verfügbarmachung objektreicher Spezialsammlungen, <link http: www.naturkundemuseum-berlin.de _blank external-link-new-window>Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- u. Biodiversitätsforschung
  • IT-gestützte Erschließung und Online-Darstellung des in der Deutschen Kinemathek bewahrten Film- und Schriftgutarchivs der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, <link http: www.deutsche-kinemathek.de _blank external-link-new-window>Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
  • MOSYSY 3D – Modulares mobiles System zur hochpräzisen 3D-Dokumentation von Kulturgut, <link http: www.htw-berlin.de _blank external-link-new-window>Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Arbeitsgruppe Virtuelle Archäologie
  • Digitalisierung und Erschließung der Stoffmusterbücher des historischen Archivs der HTW, <link http: www.f5.htw-berlin.de _blank external-link-new-window>Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachbereich Gestaltung und Kultur

Hintergrund des Wettbewerbs

Die Förderung für die ausgewählten Modellprojekte beträgt zwischen 100.000 und maximal 750.000 Euro. Der EFRE beteiligt sich mit bis zu 50 Prozent an den förderfähigen Gesamtkosten der Projekte. Die weitere Kofinanzierung wird von den Antragstellern erbracht. Insgesamt werden für den aktuellen Wettbewerb rund drei Millionen Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung gestellt.

<link http://www.berlin.de/sen/wtf/presse/archiv/20121009.1320.376358.html _blank external-link-new-window>Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vom 9.10.2012</link>

Die ausgewählten Vorhaben orientieren sich an der Leitinitiative <link http://europa.eu/legislation_summaries/information_society/strategies/si0016_de.htm _blank external-link-new-window>„Digitale Agenda“ zur neuen Strategie „Europa 2020“</link> der Europäischen Union. Diese sieht verstärkte Anstrengungen der Mitgliedstaaten zur Digitalisierung des kulturellen Erbes vor. Investitionen in diesen Bereich und in die Modernisierung der Technologie in den Einrichtungen der Informationsversorgung haben – vor allem wegen deren Querschnittsfunktion für Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft – große Bedeutung für die Stärkung des Innovationsgeschehens in Europa.

Zudem werden die Projekte zum regionalen Erwerb weiterer Expertise im Bereich Digitalisierung beitragen. Die von der Kulturverwaltung geförderte neue Servicestelle Digitalisierung beim<link http://www.zib.de/ _blank external-link-new-window> Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin</link> wird dieses Wissen zusammenführen und nutzbar machen.