Berliner Verlagspreis 2019

Der Berliner Verlagspreis von Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe würdigt Verlage, die sich durch verlegerisches Engagement auszeichnen.

Der Berliner Verlagspreis 2019

Der Berliner Verlagspreis ist zurück: Nach seiner Premiere im vergangenen Jahr, loben die Senatsverwaltungen für Kultur und Europa sowie Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam den mit € 35.000,- dotierten Hauptpreis und zwei Förderpreise mit jeweils € 15.000,- aus. Die drei weiteren Verlage der Shortlist, die am 11. Oktober 2019 veröffentlicht wird, erhalten darüber hinaus eine Anerkennung in Höhe von € 1.000,-. Mit dem Berliner Verlagspreis werden Verlage ausgezeichnet, deren Bücher und sonstige Medien aus dem Mainstream herausragen und sinnbildlich für die ausgesprochene Diversität des Hauptstadt-Buchmarktes stehen.

„Schon diese erste Preisvergabe machte deutlich, dass Berliner Verlage oft als Initiatoren von ästhetischen, thematischen und herstellerischen Innovationen von sich reden machen. Dass sie mit ihren Büchern gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Diskurse anfeuern und befördern. Der Berliner Verlagspreis versteht sich aber auch als Unterstützung der gesamten Berliner Verlagslandschaft – verhilft er doch letztlich der Tätigkeit aller Verlage in Deutschlands größter Verlagsstadt zu mehr öffentlicher Sichtbarkeit. Der Berliner Verlagspreis verweist auch auf den besonderen Charakter dieser Branche, deren Akteure gleichzeitig Wirtschaftsunternehmen, Veredler und Distributoren kulturell bedeutsamer Inhalte sind“, erklären Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa gemeinsam mit Blick auf die kommende Vergabe des Preises.

Im vergangenen Jahr wurde der Berliner Verlagspreis im Rahmen der STADT LAND BUCH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin Brandenburg, vergeben. Der Hauptpreis ging an den Verlag Klaus Wagenbach, mit den zwei Förderpreisen wurden das Verlagshaus Berlin und Reprodukt ausgezeichnet.

Sylvia Fiedler
Sylvia Fiedler

Buch- und Pressemarkt

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Kriterien für die Beiträge zum Wettbewerb

Für den Berliner Verlagspreis können sich Verlage mit einem Umsatz bis zu zwei Millionen Euro bewerben. Die beiden Förderpreise werden nur an Verlage mit einem Umsatz bis zu einer Million Euro verliehen. Der Berliner Verlagspreis wird ausschließlich an Verlage mit einem Berliner Firmensitz vergeben. Von der Verleihung ausgeschlossen sind Verlage, die sich mehrheitlich im Besitz einer größeren Verlagsgruppe befinden – es sei denn, diese Verlagsgruppe erwirtschaftet insgesamt einen Umsatz von unter zwei bzw. einer Million Euro.

Verlage, die sich um den Berliner Verlagspreis bewerben, müssen einen Bewerbungsbogen herunterladen, ausfüllen, ausdrucken und unterschrieben zusammen mit der Frühjahrs- und Herbstvorschau 2018 sowie drei ausgewählten Büchern bis zum 31. Juli 2019 einsenden.

Adresse: 
Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Landesverband Berlin-Brandenburg
z. Hd. Detlef Bluhm
Danckelmannstr. 9
14059 Berlin

Ebenso ist der ausgefüllte Bewerbungsbogen als pdf an info@berlinerverlagspreis.de zu senden.

Die Jury

Eine sechsköpfige Jury entscheidet über die Nominierten und die Preisträger*innen. Zur Jury gehören:

  • Ruth Klinkenberg (Geschäftsführerin der Marga Schoeller Bücherstube)
  • Nadine Kreuzahler (Kulturredakteurin beim rbb)
  • Betina Müller (Professorin an der Fachhochschule Potsdam)
  • Caca Savic (Freie Autorin)
  • Susanne Schüssler (Geschäftsführerin im Verlag Klaus Wagenbach)
  • Ute Schwens (Stellvertretende Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek)
Kriterien der Preisvergabe

Die Jury wird bei der Preisvergabe folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Publiziert der Verlag Programme mit Werken auf hohem ästhetischen Niveau, die sich auch jenseits des Mainstreams bewegen und über tagesaktuelle Wahrnehmung hinaus Bestand haben?
  • Pflegt der Verlag auch besondere Literaturformen, also Gattungen jenseits des Romans (Lyrik, Drama, Erzählungen, Reportage, Essay)?
  • Werden junge Autoren aufgebaut, wird ein Werk gepflegt, werden vergessene Autoren wieder zugänglich gemacht?
  • Veröffentlicht der Verlag Bücher von hoher künstlerischer Qualität, beispielsweise auf den Gebieten der Kunstbände, Graphic Novels, Comics, Kinderbücher oder Lyrikbände?
  • Werden Sachbücher mit gesellschaftlicher Relevanz verlegt und stoßen diese Publikationen gesellschaftliche Debatten an, greifen sie in aktuelle Diskurse ein oder geben sie richtungsweisende Vorschläge?
  • Besticht die herstellerische Qualität der Bücher durch Originalität, sorgfältig überlegte Typografie und eine inhaltlich adäquaten Ausstattung?
  • Unternimmt der Verlag besondere Anstrengungen, um die Sichtbarkeit seiner AutorInnen zu erhöhen?
  • Berücksichtigt der Verlag bei seinem Veranstaltungsmanagement die Zusammenarbeit mit dem Sortiment?
  • Setzt der Verlag auf neue Erlös-, Marketing- oder Vertriebsmodelle oder geht gänzliche neue Wege abseits klassischer Strukturen?
  • Setzt das Verlagsprogramm ganz oder in Teilen auf die Möglichkeiten digitalen Publizierens oder geht auch hier ganz neue Wege, auch in Marketing und Vertrieb?
Kontakt bei Rückfragen

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Sylvia Fiedler 
Tel.: +49 (0) 30 9013 8327
mail: sylvia.fiedler@senweb.berlin.de