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Bosch eröffnet IoT-Campus

Berlin ist Hotspot vieler wichtiger Akteure geworden, die an vernetzten Lösungen arbeiten. Zu diesen Akteuren zählen sowohl Software- und Hardwareanbieter als auch Technologiepartner und Startups. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat die Bedeutung Berlins als Standort für Innovationslabs bereits früh erkannt. Mit der Studie „Innovations- und Kreativlabs in Berlin – eine Bestandsaufnahme“ lieferte Projekt Zukunft bereits 2013 einen umfangreichen Überblick der Orte für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen in Berlin. Unseren Überblick aller in Berlin angesiedelten Innovationslabs erhalten Sie hier.

Mehr als 250 Bosch-Mitarbeiter sollen auf einem neuen IoT Campus, dem größten und bedeutendsten Innovationlab für IoT in Berlin arbeiten. Sie stammen aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll die Anzahl der Mitarbeiter sogar auf rund 400 steigen. Die IoT-Experten werden Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten für vernetzte Lösungen beraten und begleiten. Dies sind beispielsweise Lösungen aus den Bereichen Industrie 4.0, vernetzte Mobilität und Smart City sowie Smart Home.

„Mit unserem neuen Domizil bauen wir Brücken zwischen unseren eigenen und weiteren IoT-Experten der Kreativ- und Digitalszene Berlins“, sagte Bosch-Chef Dr. Volker Denner bei der Eröffnung des neuen Bosch IoT-Campus Ende Januar. Denner weiter: „Wir streben Offenheit im Internet der Dinge an – offene Ökosysteme sowie Offenheit für Zusammenarbeit und Partnerschaft. Dieser Gedanke spiegelt sich auch im Campuskonzept wider“.

Der neue Standort ist zugleich Hauptsitz der Bosch Software Innovations GmbH, die in Berlin bisher am Schöneberger Ufer beheimatet war. Seit rund zehn Jahren gestaltet die Bosch-Tochter aktiv das Internet der Dinge mit: IoT-Berater, Softwareentwickler, Projektmanager, Trainer und weitere Spezialisten haben bis heute mehr als 250 internationale IoT-Projekte realisiert.

Kreatives Arbeitsumfeld

Der dreigeschossige Campus ist offen konzipiert und soll so kreatives Arbeiten ermöglichen. In Summe rund drei Millionen Euro hat Bosch in den Standort und die ungewöhnliche Arbeitswelt investiert. Werkstätten sollen beispielsweise dazu dienen, einfach und zügig Prototypen zu bauen. Ein Wohnwagen wiederum steht laut Unternehmen ganz im Zeichen der User Experience: Zusammen mit Kunden und Anwendern können die Prototypen dort in einer sehr frühen Projektphase getestet werden. Dahinter steht die besonders im Umfeld der Software-Entwicklung verbreitete Methode Design Thinking. 

Vom Prototypen zur produktiven Lösung

Damit sich Kunden und Mitarbeiter noch besser vorstellen können, wie aus einem Prototypen eine produktive Lösung wird, ist der Campus als eine Art Living IoT Lab konzipiert: Der Wohnwagen ist als Bosch Smart Home ausgebaut, die Küchen sind mit vernetzten Hausgeräten ausgestattet. Die Mitarbeiter werden darüber hinaus ermutigt, laufend neue Applikationen in den Arbeitsalltag zu integrieren. Jüngstes Beispiel: Eine App schildert geodatenbasiert den Weg zum nächsten freien Besprechungsraum in der gewünschten Größe.

Damit stellt die Eröffnung des Bosch IoT-Campus einen weiteren herausragenden Baustein für Berlin als digitale Hauptstadt dar.

author
Betül Özdemir

IKT-Wirtschaft, Open Data und Deep Tech Berlin

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