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Erste 5G Verbindung in Europa

Statt im Labor, kommen Huawei Equipment und -Software mitten in Berlin zum Einsatz. Für das System wird der Vorstandard 5G genutzt, das sich eng am weltweiten 3GPP-Entwurf für das sogenannte „Non-Standalone New Radio“ orientiert. Nutzt man diese Variante beispielsweise für verbessertes Mobilfunk-Breitband (eMBB), so setzt man dafür auf 4G und nutzt die 5G-NR-Trägerfrequenzen, um die Datenrate zu steigern und gleichzeitig die Latenz zu senken. Das heißt für den Ausbau mit 5G NR, dass die Weiterentwicklung von 4G LTE die Ausgangsbasis für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung bildet. Die Telekom wendet die aktuellsten Spezifikationen der globalen Standardisierungs-Kooperation 3GPP für den kommenden Funkstandard der 5G-Ära an (5G NR). Der Einsatz im Wirkbetrieb erfolgt europaweit erstmalig und markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt auf dem Weg zum weltweiten Start von 5G.

Das Netz der Deutschen Telekom trägt das Prädikat „5G Ready”: Es funkt in Berlin-Schöneberg über eine 5G-Verbindung mit mehr als zwei Gigabit pro Sekunde, bei einer Latenz von drei Millisekunden. Dazu nutzt es das Frequenzspektrum bei 3.7 Gigahertz.

Die Spezifikationen des genutzten Systems werden voraussichtlich im Dezember 2017 von 3GPP offiziell veröffentlicht. Die Merkmale des neuen Funkstandards der 5G-Ära sind perfekt auf die Bedürfnisse von Diensten abgestimmt, die den Mittelband-Frequenzbereich unterhalb von 6 Gigahertz nutzen werden. Diese erhalten somit Unterstützung für Mobilität und Flächenabdeckung sowie einen Multi- Gigabit Datendurchsatz bei gleichzeitig geringer Latenz.

„Mit diesem Vorstoß im Wirkbetrieb macht die Deutsche Telekom den ersten großen Schritt in Richtung 5G-Ausbau des Netzes,” sagt Telekom CTO Bruno Jacobfeuerborn. “Sobald der Standard definiert und öffentlich ist, werden wir 2018 mit weiteren Tests die Grundlagen für einen Ausbau im größeren Maßstab legen und Geräte für den Massenmarkt anbieten, sobald sie verfügbar sind.”

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Michael Pemp

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