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Baustellenatlas sorgt für effizientes Bauen

Gestartet ist der BSA mit der Vorgabe, Baustellen aufzudecken, die am gleichen Ort oder zu gleichen Zeiten geplant sind. Nach zehn Monaten vermeldet infrest bereits 4.596 überlappende Ereignisse mit Konfliktpotenzial. Dazu zählen neben den mittel- und langfristigen Planungen auch aktuelle Baustellen. Von den mittel- und langfristigen Planungen würden sich 541 überschneiden. 36 davon seien bereits vollständig koordiniert: Die unterschiedlichen Bauherren haben sich untereinander bereits so abgestimmt, dass sie voneinander profitieren und Konflikte vermeiden. Staus, redundante Planungen und Bauverzögerungen sollen so vermieden oder verringert werden. So haben im Bereich der Treskowallee Nähe des S- Karlshorst dank des Baustellenatlas unter anderem die BVG, die Berliner Wasserbetriebe, die Stromnetz Berlin GmbH und die NBB Netzgesellschaft Berlin Brandenburg mbH und Co. KG ihre dortigen Baumaßnahmen untereinander abgestimmt. Ohne eine solche Absprache können auf Bauherren unerwartete Probleme zukommen. Beispielsweise darf eine Straße nach einer abgeschlossenen Bau- oder Infrastrukturmaßnahme für einige Jahre nicht erneut aufgerissen werden. Ausnahmen zu diesem so genannten Aufrageverbot nach landesrechtlichen Vorgaben gelten allerdings für den Telekommunikationsbereich nach dem bundesweit gültigen Telekommunikations-Gesetz.

Insgesamt können Behörden, Bauplaner und Leitungsnetzbetreiber einschließlich der Telekommunikationsanbieter im Hinblick auf den Breitbandausbau in Berlin bereits auf 651 direkt in den BSA eingetragene Ereignisse sowie auf weitere 7.800 Ereignisse zurückgreifen, die aus dem Leitungsauskunftsportal übernommen wurden. Über letztgenanntes prüfen Bauherren vor Baubeginn, wo unterirdische Leitungen verlegt sind. Infrest strebt nach dem erfolgreichen Start in Berlin an, den Baustellenatlas nun auch in anderen deutschen Städten einzusetzen.