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Games Hot Spot auch für Unternehmensakquisitionen

Berlin ist nicht nur einer der Hot Spots in Deutschland, wenn es um Computerspieleentwicklung geht. Neue Start-ups gründen sich regelmäßig, viele unabhängige Studios sind am Standort etabliert und einige der Global Player haben Büros in der Hauptstadt. In den letzten Jahren haben große Spielefirmen im GamesCapitalBerlin investiert und erfolgreiche Studios in ihr Portfolio aufgenommen.

231 Play, Wooga, Yager, DECA Games und Kolibri- alles prominente Namen der Spielebranche, made in Berlin. Mit ihrem Erfolg am Markt gerieten sie alle in den Fokus internationaler Player. Und damit meinen wir nicht die Spieler, sondern die internationalen Unternehmen, die auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten waren. Das Portfolio eines Investors oder internationalen Publishers um Kreativschmieden zu erweitern ist ein großes Geschäft, und Berliner Entwicklerstudios waren zuletzt gefragt.

Ende 2018 hat Playtika, ein digitales Unterhaltungsunternehmen aus Israel, das Berliner Mobile-Studio Wooga für rund 200 Millionen US-Dollar übernommen. Wooga, bekannt für Spiele wie "June's Journey", "Diamond Dash" oder "Bubble Island", wurde nach der Übernahme noch von Gründer und CEO Jens Begemann geführt. In den Jahren vor der Übernahme hatte das Studio aus Berlin-Mitte mit einigen kleinen Krisen zu kämpfen, aber Begemann und sein Team drehten das Schiff um. Nach der Übernahme durch Playtika nutzte das Unternehmen das Potenzial des Studios aus und hob das Geschäft auf ein neues Niveau. Nach der positiven Übergangsphase verließ Begemann Wooga im April 2020. Aktuell beschäftigt Wooga rund 200 Mitarbeiter, was das Unternehmen zu einem der größten Arbeitgeber in der Games-Branche in Deutschland macht.

Im Frühjahr 2019 wurde das Mobile-Studio 231 Games (bekannt für "Game Doctors" und "Zombie Smash") von Jam City übernommen, das viele populäre Mobile-Games an Spieler auf der ganzen Welt vertreibt. Es war nicht nur eine Investition in das Studio, sondern auch eine Investition in die Region, um das Studio als "Jam City Deutschland" zu brandmarken. Die Gründer von 231 Play, Matthias und Thomas Hoechsmann, stiegen bei Jam City ein und leiten die Spieleentwicklung und den Betrieb des Berliner Studios.

Yager, einer der ersten Berliner Spieleentwickler mit mehr als 20 Jahren im Geschäft, bekannt für Titel wie "Dreadnought", "The Cycle" oder "Spec Ops: The Line", erhielt Investitionen von einem der größten Global Player: Tencent. Das chinesische Unternehmen ist mit seinen Beteiligungen an Spielen wie "League of Legends", "PUBG mobile" und "Fortnite" eines der großen Unternehmen im Gaming-Bereich. Bei Yager investierte Tencent Anfang 2020 in eine Minderheitsbeteiligung - wie viel genau, wurde von den Unternehmen nicht offiziell mitgeteilt. Yager wird das Geld in ihre Publishing-Aktivitäten für "The Cycle" und zukünftige Produktionen investieren. Momentan wird "The Cycle" exklusiv über den Epic Games Store von Epic Games veröffentlicht, einem Unternehmen, an dem Tencent knapp 49 Prozent hält.

Fast zeitgleich erwarb Ubisoft eine Mehrheitsbeteiligung an Kolibri Games, einem in Berlin ansässigen Mobile-Games-Entwickler, der für seine sehr erfolgreichen Spiele "Idle Miner Tycoon" und "Idle Factory Tycoon" bekannt ist. Ubisoft ist mit 75 Prozent eingestiegen und hat die Chance, in den nächsten vier Jahren auf 100 Prozent aufzustocken. Für Ubisoft, die größte europäische Videospielfirma, war das Investment für die 75 Prozent mehr als 115 Millionen Euro wert und sie haben mit Kolibri Games eine der profitabelsten Spielefirmen Deutschlands erworben, deren Wachstumstempo in den Himmel schießt.

Erst im August 2020 hat die Embracer Group AB, die Muttergesellschaft von THQ Nordic, DECA Games übernommen. DECA Games, 2016 in Berlin von Ken Go gegründet, hat sich darauf spezialisiert älteren IPs neues Leben einzuhauchen, und so die Spiele langlebiger zu machen. Sie sehen Spiele als Dienstleistung und sind komplett auf den Live-Betrieb fokussiert. Embracer ergänzt die Gruppe um ein starkes Team für den Aufbau eines wachsenden Mobile- und Free-to-Play-Geschäfts. Ken Go wird CEO bleiben und DECA in den kommenden Jahren als eigenständige Einheit innerhalb der Embracer-Gruppe führen.

Mit all diesen Investitionen stärken diese Unternehmen das GamesCapitalBerlin Ökosystem und senden ein starkes Signal an alle unabhängigen und neu gegründeten Spieleunternehmen in der Hauptstadtregion: Die Welt schaut auf euch.

Diese Nachricht stammt im Original von GamesCapitalBerlin und ist hier zu finden (in Englisch).

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