Projekt Zukunft unterstützt Berliner Designwirtschaft mit neuer Handlungsstrategie

 

Berlin, 27.10.2011 – Die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft unterstützt die Berliner Designwirtschaft auf Basis der Ergebnisse einer neu entwickelten Handlungs- und Förderstrategie. Mit ihr sollen die Wirtschaftskraft und das Innovationspotenzial der Berliner Designwirtschaft weiter gestärkt und gefördert werden. Kern der Maßnahmen bildet die auf einer umfangreichen Potenzialanalyse basierende „Berliner Designstrategie“. Darüber hinaus wurde das bestehende Förderprogramm „Transfer Bonus“ erweitert. Mit dem neuen „Design Transfer Bonus“ können vor allem kleine und mittlere Unternehmen das besondere Berliner Designpotenzial nutzen. Design spielt mittlerweile in vielen Branchen und Industriezweigen eine wichtige Rolle und fördert dort Innovationen und Marktchancen.

Dazu Ingrid Walther, zuständige Referatsleiterin in der Wirtschaftsverwaltung: „Ziel der Designstrategie ist es, die Wirtschaftskraft und das Innovationspotenzial der Designbranche in Berlin zu stärken und gezielt zu fördern: innerhalb der Branche, an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft sowie im internationalen Kontext.“ In der Stadt sind rund 3.400 Unternehmen im Bereich Design angesiedelt. Sie beschäftigen über 10.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und setzen jährlich rund 670 Mio. Euro um (Zahlen für 2009).


Förderprogramm „Design Transfer Bonus“: Designkompetenz für
kleine und mittlere Unternehmen

Mit dem um die Designbranche erweiterten Förderprogramm „Design Transfer Bonus“ unterstützt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen den Knowhow-Transfer von Unternehmen der Designbranche und von Hochschulen zu kleinen und mittleren Unternehmen, die technologieorientierte Produkte oder Dienstleistungen entwickeln. Während der Pilotphase vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 können externe Entwurfsarbeiten sowie andere Leistungen wie Beratung, Projekt- und Designmanagement für neue oder veränderte Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden. Mit dieser Art der Förderung soll eine möglichst frühzeitige und anwendungsorientierte Einbindung der Gestaltungskompetenz in den Innovationsprozess von KMU ermöglicht werden. Durch die Kooperation zwischen der Designbranche und den Unternehmen wird so nicht nur die regionale Kompetenz gestärkt, sondern auch der Eintritt in internationale Märkte unterstützt.


Berliner Designstrategie: Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen branchenintern, branchenübergreifend und international

Branchenintern sollen die Ziele der Strategie erreicht werden, indem die Arbeitsbedingungen für Startups und Kleinstunternehmen verbessert und die Clusterbildung gestärkt werden. Zusätzlich soll eine zentrale Anlaufstelle für die Branche und Interessenten aus Wirtschaft und Wissenschaft eingerichtet werden. Und die Förder- und Finanzierungssituation soll effektiver werden. Dazu soll sich die Vergabe von Kleinkrediten stärker an den Bedarfen orientieren und das Beratungsangebot für Startups soll ausgedehnt werden.

Um die branchenübergreifende Bedeutung von Design für die Berliner Gesamtwirtschaft sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit mit der Industrie und anderen Branchen zu verbessern, plant Projekt Zukunft einen interdisziplinären Wettbewerb, der die besten gemeinsam von Designbranche und Unternehmen bzw. Forschung entwickelten Produkte prämiert.

Die Berliner Designstrategie verfolgt jedoch auch eine verstärkte internationale Wahrnehmung der Berliner Designwirtschaft. Mit der Auszeichnung „UNESO City of Design“ nutzt Berlin das internationale City of Design-Netzwerk, um „Design aus Berlin“ als international bekannte Qualitätsmarke aufzubauen. Auf internationalen Messen ist die Berliner Designbranche dank geförderter Gemeinschaftsstände bereits vertreten. Im Rahmen des Wettbewerbs ID Industrial Design Competence des Internationalen Design Zentrums Berlin (IDZ Berlin) wurden 20 innovative Designprodukte aus Berlin ausgewählt. Diese Auswahl wird auf Industriemessen und im Rahmen von Auslandpräsentationen weltweit gezeigt.


Auf den Internetseiten von Projekt Zukunft werden die Designprodukte und ihre Macher/innen in einer monatlichen Serie („designed in berlin“) ausführlich vorgestellt.

Dazu gehören unter anderem:

- die neue Straßenbahn „Flexity“ von Jan Vietze (IFS-Design)

- der mobile Hafenkran „Adler“ von Christina Finger (büro+staubach)

- die neue Fahrradrikscha „CityCruiser II“ von Stefan Rothert (Gewerkdesign)

 

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Dieses Vorhaben wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.