© Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH© Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH

Berlin fördert Feldtest mit autonomem Bus “Olli”

Mithilfe von 30 Sensoren sammelt das autonome Fahrzeug Daten ein, die wiederum die Künstliche Intelligenz Watson von IBM auswertet. Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe fördert im Rahmen des Pilotprojekts “First mover” die Testfahrten, um autonomes Fahren in einem realen urbanen Umfeld zu erproben und Informationen zu sammeln.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden in einer „Micro-Factory“ in Alt-Treptow zukünftig Klein-Busse vom Typ “Olli” in Serie produziert. 40 Prozent des Fahrzeuges werden mittels des innovativen 3 D-Druck-Verfahrens hergestellt. Hinter “Olli” steht das US-amerikanische Unternehmen Local Motors, das sich 2015, unterstützt von der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, in Berlin angesiedelt hat. Weitere Partner in der Testphase sind das von der Deutsche Bahn AG beauftragte InnoZ sowie die EUREF AG, die Verkehrsflächen und Infrastrukturen für das Vorhaben bereitstellt. 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe betont die Bedeutung intelligenter Lösungen für steigende Verkehrsaufkommen in der wachsenden Stadt: „So können die autonom fahrenden Kleinbusse als Ergänzung für die Personenbeförderung des ÖPNV, im Carsharing-Modell, aber auch für die Logistik auf umweltfreundliche und das Verkehrsaufkommen reduzierende Art und Weise genutzt werden.“ Olli soll insbesondere als fahrerloser "People Mover" dazu beitragen, den ÖPNV zu ergänzen. Bis dato ungünstig erreichbare Stadtgebiete können so effizient an das bestehende System angebunden werden. Die Tageszeitung Die Welt kam daher vor kurzem zu dem Schluss: “Die Zukunft des Nahverkehrs heißt ‘Olli’.” Auch um solche intelligenten und effizienten Smart-City-Lösungen zu ermöglichen, treibt Berlin die Entwicklung des neuen Mobilfunkstandards 5G voran.

 

author
Tanja Mühlhans

Leitung Kreativ- und Medienwirtschaft, Digitalwirtschaft, Projekt Zukunft

Email