Stapel offener Bücher ©️ Unsplash

Berliner Verlagspreis 2021 - Shortlist

Erstmals seit der Corona-Pandemie findet die Preisverleihung des „Berliner Verlagspreises“ wieder vor Publikum statt: Am 7. November 2021 wird die Entscheidung der Jury bekannt gegeben und die Auszeichnung im Deutschen Theater Berlin verliehen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter info@berlinerverlagspreis.de ist erforderlich.

Der Verlagspreis wird seit 2018 von den Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Europa (SenKultEuropa) sowie Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) verliehen und ist mit insgesamt 68.000 Euro dotiert. Neben dem Großen Berliner Verlagspreis (35.000 Euro) werden auch zwei weitere Verlagspreise in Höhe von jeweils 15.000 Euro übergeben und insgesamt drei Anerkennungen über jeweils 1000 Euro ausgesprochen. Die Preise sollen die Berliner Verlagslandschaft fördern und unabhängige Verlage unterstützen, um so die Vielfalt und den Facettenreichtum des Literaturangebots zu erhalten.

Die Jury

Eine sechsköpfige Jury bestehend aus unabhängigen Fachleuten hat bereits im Vorfeld eine Shortlist mit sechs Verlagen aus insgesamt über 70 Bewerbungen aufgestellt:

„Berlin glänzt trotz Pandemie als Verlagsmetropole: Mehr als 70 unabhängige Verlage haben sich für den Berliner Verlagspreis 2021 beworben. Dabei sind weit über die Berliner Stadtgrenzen hinaus bekannte Verlage und auch Neugründungen. Diese Vielfalt an Büchern und Programmen hat uns als Jury begeistert und die Entscheidung nicht leicht gemacht, sechs Verlage für die Shortlist zu nominieren!“ (Statement der Jury)

Prof. Andreas Degkwitz (Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität), Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), Britta Jürgs (AvivA Verlag), Kat Menschik (Illustratorin), Nina Wehner (Inhaberin Buchhandlung Die Buchkönigin) und Olivia Wenzel (Autorin) berücksichtigen bei der Preisvergabe unter anderem ob der Verlag besondere Literaturformen, Werke abseits des Mainstreams oder Sachbücher mit gesellschaftlicher Relevanz verlegt.

Die nominierten Verlage

Die nominierten Verlage konnten mit vielfältigen Verlagsprogrammen überzeugen und spiegeln besonders die Diversität der Berliner Verlagsszene wider.

  • Der be.bra Verlag wurde 1994 gegründet und kann bereits auf eine lange Verlagsgeschichte zurückblicken. Unter dem Motto „Bücher auf den Punkt gebracht“ veröffentlicht der Verlag aktuelle Sachbücher sowie historische Kriminalromane und Werke deutscher Zeitgeschichte.
     
  • Mit einem besonderen Bezug zur Ästhetik publiziert der von der Kommunikationsdesignerin und Comiczeichnerin Annette Köhn 2011 gegründete Jaja Verlag schwerpunktmäßig Comics und Graphic Novels. Darüber hinaus werden auch Koch-, Sach- und Kinderbücher in das Programm aufgenommen.
     
  • Der im Jahr 2013 gegründete Verlag mikrotext hat sich besonders auf die digitale Literatur spezialisiert und veröffentlicht regelmäßig E-Books, die neue Narrative enthalten. Dabei geht es vor allem um aktuelle Themen die von gesellschaftlichen und politischen Diskursen beeinflusst werden.
     
  • Der Züricher Secession Verlag für Literatur wurde ursprünglich als Schweizer Unternehmen gegründet, bis im Jahr 2018 die Niederlassung in Berlin entstand. Seitdem werden dort vor allem Romane zeitgenössischer Autor*innen verlegt, aber auch lyrische Werke, Memoiren und Sachbücher.
     
  • Um bedeutende Bücher der Literatur- und Kulturgeschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, hat es sich der Verlag das kulturelle Gedächtnis zur Aufgabe gemacht, ausgewählte Werke neu zu verlegen. Die Aktualität dieser Literatur soll so in der Gegenwart zum Ausdruck gebracht werden.
     
  • Das seit 2008 bestehende Verlagshaus Jacoby & Stuart in Berlin Prenzlauer Berg veröffentlicht in Zusammenarbeit mit bekannten Illustrator*innen besonders aufwendig gestaltete Kinder- und Jugendbücher. Darüber hinaus zählen auch Comics, Graphic Novels und Kochbücher zum Verlagsprogramm.

Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Ramona Pop und Senator für Kultur und Europa Klaus Lederer betonen in einem Grußwort die hohe Bedeutung des „Berliner Verlagspreises“. So seien die Berliner Verlage oft Initiatoren von ästhetischen, thematischen und herstellerischen Innovationen und befördern gleichzeitig mit ihren Büchern wichtige gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Diskurse.