Das war das 18. Gallery Weekend Berlin

Kategorie: Events

Anna Boghiguian, Installation view at KOW during Gallery Weekend Berlin, 2022

©️ Stefan Korte

Die Frühjahrsausgabe des Gallery Weekend Berlin führte circa 30.000 Besucher:innen, darunter Kunstsammler:innen, Kurator:innen und Mitarbeitende, vom 28. April bis zum 1. Mai durch die Galerien, Museen und Institutionen der Hauptstadt. Zum 18. Mal wurden die Arbeiten rund 80 aufstrebender Künstler:innen präsentiert, die einen großen Beitrag zur Etablierung der Hauptstadt als Standort für Kunst und Kreativität leisten.

Die Galerien zeigten den Facettenreichtum der Berliner Galerienszene, die zu den dichtesten Kunstmarktszenen weltweit gehört und unter anderem von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) unterstützt wird. Auch Senator Stephan Schwarz und Staatssekretär Michael Biel nahmen an vielen Veranstaltungen zum Kunstwochenende teil.

Volles Programm für vier Tage

Bereits am 28. April startete das Gallery Weekend mit einem Empfang im Garten des Palais am Festungsgraben mit rund 400 Teilnehmenden. Bis zum Sonntag gab es ein volles Programm zu entdecken.

Durch die insgesamt 52 teilnehmenden Berliner Galerien konnten die Kunstbegeisterten aus dem In- und Ausland schlendern und Malereien, Fotografien, Skulpturen und weitere künstlerische Projekte von bereits bekannten und unbekannten Künstler:innen entdecken. Darüber hinaus führten zahlreiche Ausstellungseröffnungen, Podien, Gespräche und Partys durch das Wochenende, die parallel auch digital im Online Journal via galleryweekendberlin.de begleitet werden konnten.

Eine Auswahl der Highlights                                                   

Jedes präsentierte Werk des Gallery Weekends war an sich schon ein Highlight. Hier eine kleine Übersicht weiterer Höhepunkte, die eindrucksvoll im Kopf geblieben sind. So fand unter anderem die Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Joan Jonas in der Kunstgalerie Heidi statt.

Unter dem Titel „Draw on the wind“ (2018) zeigte Jonas während des Gallery Weekends eine Serie von schwebenden Drachen-Installationen. Damit bewies die Künstlerin einmal mehr ihren Sinn für Installationen von Bewegung und Umwelteinflüssen.

Fotografie und Audioproduktionen von Luzie Meyer konnte man bei Sweetwater sehen. Mittels sprachlichen Spiels und klangvollen Experimenten wurde in der Einzelausstellung die Geschichte eines Ehepaars und seinen Erfahrungen von Klarheiten und Unklarheiten nacherzählt. Die in Berlin lebende Künstlerin, Autorin und Performerin konnte bereits in zahlreichen Ausstellungen national und international überzeugen.

Ein weiteres Highlight war die spektakuläre und hochkarätige Ausstellung in der Konrad Fischer Galerie. Die Galerie freute sich, eine neue Videoinstallation von Bruce Nauman mit dem Titel „Practice“ zu präsentieren. „Practice“ zeigt die Hände des Künstlers, die sich langsam über einen alten Holztisch bewegen. Nauman hat immer wieder seinen Körper und vor allem seine Hände zum Gegenstand seiner Arbeit gemacht.

Im Zeichen der Solidarität

Trotz des unbeschwerten Auftakts des Kunstjahres wurde auch den aktuellen Geschehnissen in der Ukraine Tribut gezollt. So verzichteten einige Künstler:innen auf ihre Gage, um alle Einnahmen der Ukraine-Hilfe zur Verfügung zu stellen. Auch in einigen Performances wurde ein Statement gegen den andauernden Krieg gesetzt sowie zu Spenden und Unterstützung aufgerufen. Die Kunstwelt beweist damit, dass Frieden und Diversität in der Kunst von fundamentaler Bedeutung sind und bewahrt werden müssen.

Gallery Weekend – mehr als nur ein Wochenende

Doch wer das Gallery Weekend verpasst hat, für den gibt es gute Nachrichten! Viele Ausstellungen laufen noch knapp vier Wochen weiter. So können die Arbeiten weiter von interessierten Sammler:innen, Kurator:innen und Besucher:innen begutachtet werden.

Weitere Eindrücke zum Gallery Weekend:

Viele weitere Galerien sowie die Paper Positions fanden zeitgleich zum Gallery Weekend statt und profitierten von den vielen BesucherInnen und der guten Stimmung in der Stadt.

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