Open Data Day: Mit Open Data zur Smart City

Bekanntermaßen nimmt Berlin in Sachen Open Data bereits seit einigen Jahren eine Vorreiterrolle  ein. So schaltete es 2011 als erstes Bundesland offiziell das Open-Data-Portal Berlin online. Inzwischen sind 1038 Datensätze in 22 Kategorien in dem Portal verzeichnet - darunter insbesondere Daten der Berliner Verwaltungen. Die mit einer “Creative Commons”-Lizenz- hochgeladenen Daten können kommerzielle und nicht-kommerzielle Akteure entgeltfrei nutzen.

Nach einer im Januar diesen Jahres veröffentlichten Studie der Technologiestiftung ist Open Data zudem Teil einer offenen Betriebs- und Unternehmenskultur, die nicht nur transparenter, sondern oft auch effizienter sei. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer verweist in diesem Zusammenhang auf zwei wesentliche Vorteile offener Daten: Diese leisten “nicht nur einen Beitrag zu mehr Demokratie, sondern auch zur Wirtschaftsförderung”.

Seit dem Start des Portals sind über 50 Anwendungen entstanden. Gerade diese Anwendungen schaffen Verständnis dafür, dass das maschinenlesbare Veröffentlichen von Daten kein Selbstzweck ist, sondern einen Nutzen mit sich bringt“, erläutert Sebastian Askar, verantwortlicher der Open Data Strategie des Landes Berlin.

Insgesamt fördert Open Data das Verständnis vom Wert und Nutzen von Daten. Dieses Grundverständnis ist der Ausgangspunkt, das Open Data ein wesentlicher Baustein für eine Smart City ist. Einerseits, weil das Verständnis, dass Daten erzeugt und weitergenutzt werden, bereits gefördert wird und auch schon vorhanden ist, andererseits weil eine praxiserprobte Veröffentlichungsinfrastruktur für die Daten bereits existiert.

Um über aktuelle Trends zu diskutieren, treffen sich nach einjährigen Auszeit auf dem Berlin Open Data Day am achten Juni nun wieder Mitarbeiter aus Behörden, die Daten bereitstellen, sowie Startups und Zugehörige der IT-Community. Interessierte können zudem selber mit offenen Datensätzen experimentieren und diese in verschiedenen Bereichen anwenden.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung hat die Open-Data-Strategie des Landes Berlins ins Leben gerufen und das Fraunhofer Fokus Institut mit einer entsprechenden Studie beauftragt, die 2012 veröffentlicht wurde.

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