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Das Startbüro Babelsberg

Bereits zum 4. Mal arbeiten das Studio Babelsberg, die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und die Brandenburger Förderbank ILB zusammen, um erzählerische und digitale Innovatoren zu fördern. 

Das Startbüro stellt einen Arbeitsbereich für die Teilnehmer sowie finanzielle Mittel zur Verfügung und verbindet technologische Innovationen mit neuen erzählerischen Ideen. Dafür wird ein Gesamtbudget von 18.500 Euro in die Ideen zweier Teams und ihre jeweiligen Projekte investiert. In der Marlene-Dietrich-Halle auf dem Studio Babelsberg haben sie die Chance, ihr Projekt weiterzuentwickeln und zu vollenden.   

Das Team um Ralph Bauer, Absolvent des Bereichs Film- und Fernsehproduktion, erforscht die Weiterbildungsmöglichkeiten der Virtual Reality-Technologie. Zur Gruppe gehören ebenfalls Sebastian Thull, verantwortlich für Content, und Randlos Ehret, verantwortlich für Technologie.

Der „Virtual Reality-Trainingssimulator für betriebliche Fort- und Weiterbildung“ soll es Nutzern ermöglichen, alltägliche und authentische Arbeitssituationen virtuell zu erleben und Problemlösungen zu trainieren. Die Lerneinheiten und Szenarien, die der Trainingssimulator zur Verfügung stellt, sind klein portioniert und leicht zu konsumieren. Ziel ist es, dass User leichter mit Stresssituationen in der fordernden Arbeitswelt zurechtkommen. Zunächst sind die Szenarien noch auf Führungskräfte zugeschnitten, sie sollen allerdings noch auf andere Arbeitsbereiche erweitert werden.

Jan Mocka, ebenfalls Absolvent im Bereich Film und Fernsehproduktion, und sein Produktionspartner Ingo Monitor, der einen Abschluss der Kunsthochschule für Medien in Köln besitzt, haben mit ihrer gemeinsamen Produktionsfirma „Mocka Monitor“ ebenfalls ambitionierte Pläne. Zu ihren erzählerischen Projekten, die sie zusammen mit dem Startbüro entwickeln, gehört die englischsprachige Serie „The 5th Age“. Hierin entwickeln sie ein Szenario, in dem sich junge Menschen in einem zusammenbrechenden Europa zurechtfinden müssen und nicht die Vorzüge eines modernen Lebensstandards genießen können. Ihr Kurzfilm namens „Beyond the Tide“ erzählt dagegen die Geschichte eines Mannes, der mit einer Projektion seiner toten Tochter zusammenlebt. Ihre dritte Arbeit beschäftigt sich mit psychischen Problemen wie Burn-Out und Angstkrankheiten, welche die heutige Leistungsgesellschaft im großen Maße belastet. Interessante erzählerische Prämissen, die zum Nachdenken anregen und durch die Hilfe des Startbüros weiterentwickelt und promotet werden können.

An einem aufregenden Projekt arbeitete auch das Team Cinuru. Ein Jahr lang entwickelte es mithilfe des Startbüros die Cinuru-App, die Kinobesucher*innen mit ihren Lieblingskinos verbinden soll. Wichtige Informationen wie Spielzeiten und Inhalte zu den Filmen werden direkt auf das Smartphone der Nutzer*innen gesendet. Kinobesucher*innen können Filme und Filmtrailer bewerten, Punkte sammeln und dafür Prämien von ihren Lieblingskinos gewinnen. Im Gegenzug sammelt das Kino Daten über die Besucher*innen. Diese Daten können wiederum genutzt werden, damit Kunden potenziell relevante Informationen erhalten, z. B. zu Filmen, die das Kino aktuell oder zukünftig zeigt.

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Tanja Mühlhans

Leitung Kreativ- und Medienwirtschaft, Digitalwirtschaft, Projekt Zukunft

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