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Deep Dive #18: FemTech in Berlin

Sechs Jahre ist es her, dass Ida Tin den Begriff „FemTech” (Kurzform von „Female Technology“) geprägt hat. Damit bezeichnete sie Unternehmen, die sich mit technologischen Lösungen auf die Gesundheit von Frauen konzentrieren. „Ich dachte, was wäre, wenn wir einen Begriff hätten, der sie alle in eine Kategorie einordnen könnte?“, verriet sie gegenüber Insider, „das fühlte sich befähigend an. Aber es schien auch für Investor*innen und Medien einfacher, diese Unternehmen zu finden und über sie zu sprechen.“ Über Pionier-Unternehmen wie Ida Tins Berliner Startup BioWink, das 2015 die Menstruationsapp "Clue" entwickelt hat. Der Plan scheint aufgegangen zu sein: Inzwischen gibt es weltweit über 200 FemTech-Startups und mehr als 3.000 FemTech-Apps auf dem Markt. Und die technologiegetriebenen Lösungen, (meist) von Frauen für Frauen, sind begehrter denn je. Insbesondere für Investor*innen. Laut einem Bericht von Frost & Sullivan beliefen sich die weltweiten Risikokapitalfinanzierungen und -investitionen von FemTechs im ersten Halbjahr 2019 auf 1,69 Mrd. USD. Diese Zahl soll bis 2024 auf 9 Mrd. USD steigen.

Heute adressiert FemTech mehr als die reproduktionsbezogenen Gesundheitsprobleme von Frauen. Neben analogen und digitalen Produkten rund um Fruchtbarkeit, Menstruationstracking, Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahresbeschwerden, fokussiert sich FemTech inzwischen auch darauf, Lösungen zur Behandlung weit verbreiteter Krankheiten (z.B. Alzheimer, Krebs, Depression, Immundefekte) zu finden sowie Gadgets zur Verbesserung der Gesundheit und des (sexuellem) Wohlergehens von Frauen zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig, da einige Krankheiten Frauen anders oder mehr betreffen als Männer. Darüber hinaus steht FemTech auch für Female Empowerment: FemTech verdeutlicht bewusst Interesse und Zuspruch für das weibliche Geschlecht, welches knapp die Hälfte der Weltbevölkerung ausmacht, unterstützt Frausein in all seinen Facetten und ebnet den Weg für mehr weibliche Talente und Führungskräfte innerhalb der Tech-Szene. 

"Clue": 12 Millionen in über 180 Ländern

Enormes Wachstum verzeichnet auch Ida Tins „Baby“ "Clue": Laut Website verfolgen mittlerweile über 12 Millionen Nutzerinnen in mehr als 180 Ländern ihre Periode mit der App aus Berlin. Die Idee dazu kam der innovativen Dänin 2012, als sie selbst mit der Einnahme der Pille begann und feststellte, dass es kaum Alternativen zur Empfängnisverhütung gab. Sie wollte eine Lösung schaffen, die „datenbasiert und nicht chemiebasiert“ war. "Clue" soll Frauen helfen, den Rhythmus ihres Körpers zu verstehen und zu wissen, wann ihre nächste Periode kommt, oder ob sie zu früh oder zu spät dran ist. Auch bestimmten Symptomen wie Kopfschmerzen oder Akne kann frau über die App auf die Spur gehen. „Die Gesundheit von Frauen war immer unterfinanziert und unterversorgt und unterforscht", meint Tin. Deshalb arbeitet "Clue" von Beginn an mit Forschungseinrichtungen wie dem Kinsey Institute und der Stanford University sowie mit Kliniken zusammen und führt Studien über die Gesundheit von Frauen durch. Denn: „Das ist ein wirklich wichtiger Teil unserer Arbeit, und wir geben tatsächlich eine ganze Menge Ressourcen dafür aus.“ Ressourcen, die zum Teil durch rund 30 Millionen Euro Risikokapital zusammengekommen sind. Außerdem stecken einige Angebote von "Clue" hinter einer Paywall. Zusätzlich kommt in Kürze in den USA die "Clue Birth Control" heraus – ein medizinisches Gerät, das 92 Prozent Effektivität bei der Verhütung verspricht. Nur zum Vergleich: Die Pille hat eine 93-prozentige Effektivität, Kondome sind zu 87 Prozent effektiv.

Ida Tin, Mitgründerin und Geschäftsführerin "Clue" © Clue

"inne": Mini-Labor fürs Zuhause

Mitten in der Corona-Krise kam ein weiteres FemTech-Produkt in Berlin auf den Markt, das sich dem Thema Verhütung und Geburtenkontrolle widmet: Das „Fruchtbarkeitsüberwachungssystem“ "inne". Gründerin Eirini Rapti und ihr Team aus Techniker*innen, Wissenschaftler*innen und Designer*innen haben in drei Jahren intensiver Forschung ein Mini-Hormon-Labor fürs Badezimmer entwickelt. Dafür muss frau täglich einen Teststreifen etwa 30 Sekunden mit Speichel befeuchten. Anhand dessen liest das handflächengroße Gerät den Progesteronspiegel aus – und das mit einer Genauigkeit, die bisher nur im „echten“ Labor möglich war: In einem Milliliter Speichel kann "inne" Abweichungen von 0.0000000001 Gram Progesteron erkennen. Schon diese winzige Menge löst erhebliche physiologische Veränderungen wie den Eisprung aus. So kann der individuelle Algorithmus von „inne“ erkennen, in welcher Phase des Zyklus sich die Frau befindet. Die Daten werden dann via Bluetooth oder Wi-Fi an die dazugehörige App übermittelt und innerhalb von sieben bis 15 Minuten ausgewertet. Die Informationen sollen Frauen helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen. Aber: „Dieses Produkt ist kein Tracker. Wir möchten Ihre Daten nicht sammeln und Ihnen dann nächsten Monat sagen, was Sie fühlen sollten“, präzisiert Rapti gegenüber TechCrunch. „Es wurde eher entwickelt, um Ihre Hormone zu verfolgen und Ihnen zu sagen, dass dies die grundlegendste Veränderung in Ihrem Körper ist. Aufgrund dieser Veränderungen werden Sie bestimmte Dinge spüren. Fühlen Sie sie oder nicht – und wenn nicht, was bedeutet das? Oder wenn Sie es tun, was bedeutet das?“ Durch tägliches Progesteron-Hormontracking über den Speichel soll frau um ihre fruchtbaren Tage Bescheid wissen – egal, ob sie schwanger werden möchte, oder nicht. Zusätzlich zum bestehenden Produkt, für dessen Entwicklung die Frauen unter anderem mit dem Red Dot Award: Product Design 2021 ausgezeichnet wurden, sollen weitere personalisierte Hormontracker für zu Hause auf den Markt kommen. „Damit wir noch mehr aussagekräftige Einblicke in weibliche Gesundheitsthemen bieten können“, meint die Gründerin, „nicht nur in Bezug auf Fruchtbarkeit, sondern in Zukunft auch noch fokussierter auf andere wichtige weibliche Gesundheitsthemen. Beispielsweise Themen wie Endometriose, PCOS, die Wechseljahre oder die Optimierung von Ernährung und Bewegung, um den Hormonhaushalt auszugleichen.“

"FEMNA": Neuer, ganzheitlicher Ansatz für Frauenprobleme

Schon heute sind Fruchtbarkeitslösungen und reproduktive Gesundheitsfürsorge längst nicht alles, womit sich FemTech-Unternehmen beschäftigen. „Wir möchten die Anlaufstelle für Frauen in Deutschland werden, die sich einen neuen und ganzheitlichen Ansatz für ihre Frauenprobleme wünschen“, das verfolgt Maxie Matthiessen mit ihrer Plattform "FEMNA" (Anm.: kommt von „Femme Naturelle", also die natürliche Frau). Laut der Berlinerin sollten Frauen mehr Beachtung in der medizinischen Forschung finden und so gehen auch die Angebote von "FEMNA" auf die aktuellen Bedürfnisse von Frauen ein: Der Hormontest etwa berücksichtigt das Zyklusfenster, und der Test auf Geschlechtskrankheiten ist ebenfalls auf die Frau zugeschnitten. „Außerdem steht bei uns die Aufklärung auf Augenhöhe mit viel Zeit im Vordergrund“, betont Matthiessen, die vor "FEMNA" mit Ruby Cup bereits eines der ersten Startups für Menstruationstassen gegründet hatte. „Letzteres kommt in Deutschland viel zu kurz. Die durchschnittliche Behandlungszeit hierzulande beträgt sieben Minuten – inklusive Aus- und Anziehen. Da bleibt nicht viel Zeit für Fragen und eine ausführliche Anamnese.“ Um diesen Bedarf abzudecken, arbeitet die 2016 gegründete Telemedizin-Plattform mit aktiven Ärztinnen und Heilpraktikerinnen zusammen, die speziell in dem Bereich der ganzheitlichen Frauengesundheit geschult sind. Damit bleibt die Kundin mit ihrem Testbefund nicht allein, sondern kann sich über unterschiedliche Behandlungswege beraten lassen – zeit- und ortsunabhängig. „Ich glaube, da ist "FEMNA" in der Medizinbranche Vorreiter“, so Matthiessen. Sie hofft in Zukunft das Thema Gendermedizin und frauenspezifische Beratungsangebote „mit Einrichtungen, so wie der Charité, auch wissenschaftlich stärker anzugehen, damit Frauen in der Medizin mehr Gehör finden und besser repräsentiert werden.“

Maxie Matthiessen, Gründerin (l.) und Emily Casey, Geschäftspartnerin (r.) "FEMNA" © FEMNA

Berlin in Frauenhänden?

Mehr Gehör und ein besseres Standing der Frauen, woran Maxi Matthiessen in der Medizin arbeitet, das rückt auch in der Wirtschaft verstärkt ins Zentrum. „Seit 2011 bin ich in der Gründerszene aktiv“, meint die Seriengründerin, „die Entwicklung und Auffassung von FemTech hat sich seither grundlegend geändert. Damals war eine Gründung in dem Bereich der Periode ein Tabu und es war sehr schwer, an Investorengelder ranzukommen. Inzwischen ist das Thema weitgehend im Mainstream angekommen.“ Vorbilder wie Matthiessen oder Ida Tin haben dazu einen wertvollen Beitrag geleistet. Stärkung finden die Frauen auch untereinander. „Wir Gründerinnen im FemTech-Bereich unterstützen uns gegenseitig und die meisten von uns kennen sich untereinander.“, erklärt Matthiessen, „auch bei den Venture Ladies habe ich Unterstützung erfahren. Dort tauschen wir uns über Finanzierungsfragen aus. Auch in den Female Founder Coworking Spaces können wir Frauen uns vernetzen.“ An Möglichkeiten, sichtbar zu werden und sich zu verbinden, mangelt es in Berlin nicht mehr: Ob Berlin Geekettes, die Karriereplattform FEMTEC, das Netzwerk International Women's Connection, WeHubs oder Womenize! – über 170 Initiativen engagieren sich in der Bundeshauptstadt dafür, Frauen in der Digital-, Medien- und Kreativwirtschaft zu unterstützen. Mit der Auszeichnung "Berliner Unternehmerinnen des Jahres" werden seit 2004 engagierte Frauen gewürdigt, die als Vorbild für weibliches Unternehmertum agieren. Auch das Inkubationsförderprogramm "Berliner Startup Stipendium" legt im Jahr 2021 zum ersten Mal einen Fokus auf „Women in Tech“. „Dennoch werden bundesweit nur 15,7 Prozent (!) der Startups in Deutschland von Frauen gegründet. Gründerinnen erhalten deutlich weniger Startkapital als Männer und der Zugang zu Venture Capital und Business Angels ist schwieriger“, schreibt Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in der Bestandsaufnahme "Berlin: Women Empowerment" 2021. Dabei erzielen Startups von Gründerinnen laut Boston Consulting Group 2018 mehr als doppelt so hohe Umsätze pro in sie investiertem Euro, als die Unternehmen ihrer männlichen Kollegen. Bereits 2013 führte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in einem Bericht aus, dass die sozioökonomischen Rahmenbedingungen für Gründerinnen direkt mit dem Wirtschaftswachstum korrelieren: Mit mehr Gründerinnen wären vier Prozent Wirtschaftswachstum mehr möglich.

Berlin, das sexuelle Silicon Valley?

Dafür braucht es nicht nur Gründungen in der Gesundheitsbranche. Der Begriff FemTech wird immer öfter auch für andere Bereiche verwendet, in denen Unternehmerinnen, Entwicklerinnen oder Programmiererinnen technologischen Fortschritt machen. So werden auch die Berliner Erfolgsstartups FinMarie  oder Madame Moneypenny dazu gezählt, die Frauen auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit helfen. Einem anderen wichtigen Bereich hat sich die Modality Group verschrieben: „Als ich 2017 bei einer Asia Adult Expo in Hong Kong war, fiel mir auf, dass die Mehrheit der Käufer weiße Männer waren“, erzählt Lex Gillon, eine der drei Gründerinnen. „Das ist problematisch, denn sie kaufen Produkte, die für Vulvas und vaginale Penetration designt sind und entscheiden für Bevölkerungsgruppen, denen sie gar nicht angehören.“ Studien und Daten hätten das Potenzial, den Bedarf verschiedener Zielgruppen zu zeigen und dadurch ganz neue Arten von sinnlichen Erfahrungen auf den Markt zu bringen. Genau das ist die Aufgabe, der sich Lex und ihr inzwischen achtköpfiges Team verschrieben haben. „Unsere Untersuchungen ermächtigen dabei Unternehmen in Frauenhand genauso, wie die dritte Welle, bei der es um Diversität und Inklusion im Sex Business geht“, so die Wahl-Berlinerin, deren Kunden vor allem in den USA und in Großbritannien sitzen. „Wir haben zum Beispiel auch Untersuchungen für den Bedarf an einem LGBTQIA-Sexprodukt in den USA durchgeführt und tauchen gleichermaßen tief in die Bedürfnisse von Trans-Männern, Non-Binary-Menschen und lesbischen Frauen ein.“ Dass die Modality Group ihre Basis in Berlin hat, war übrigens Zufall. „Das Leben hat mich hierher geführt, und es hat sich als der perfekte Ort herausgestellt“, meint Gillon. Das liegt nicht nur an der Zeitzone, die Kommunizieren mit Europa, den Asia-Pazifik-Region und Nordamerika ermöglicht, „ohne Schlaf opfern zu müssen“. „Berlin hat eine reiche sexuelle Geschichte, und Deutschland hat generell ein paar große Player in der sexuellen Wellness-Industrie“, schwärmt die Geschäftsführerin des Startups, „in dieser Community zu sein, gibt Modality Zugang zu einigen Größen in dem Bereich. Vielleicht wird Berlin ja zum sexuellen Silicon Valley?“

Lex Gillon, CEO und Mitgründerin Modality Group © Modality Group

Wer von den großen – und eingesessenen Unternehmen – der Branche spricht, kommt an AMORELIE nicht vorbei: Schon 2013 gründeten Lea-Sophie Cramer und ihr damaliger Partner Sebastian Pollok das „Lifestyle-Startup im Bereich Liebesleben“. Als erstes Produkt ging der „Mini Dolphin“-Vibrator von Fun Factory über die Offline-Theke. Kurz darauf entschied sich das Team, die Produkte auf die Website zu stellen. „Wir haben uns vollständig digitalisiert, als die meisten Unternehmen dies nicht taten", sagte Cramer in einem Interview, die 2016 auf die Forbes-Liste "30 Under 30" kam. „Die Leute wollten Produkte schnell von zu Hause aus bestellen, anstatt in einem seltsamen Geschäft in der Ecke eines Bahnhofs vorbeizuschauen.“ Eine weitere gute Entscheidung war das Kreieren von individuellen Boxen für verschiedene Anlässe und Bedürfnisse. Diese sind bis heute charakteristisch für AMORELIE. Darüber hinaus hat sich jedoch viel geändert: Das Unternehmen gehört inzwischen zu 98 Prozent der ProSieben-Gruppe, hat etwa 130 Mitarbeiter und sei als Marke in 15 Ländern präsent, so Cramer gegenüber OMR. Mit dem Online-Versandhandel, dem B2B-Geschäft, mit beispielsweise DM und Bipa, dem Vertrieb auf E-Commerce-Marktplätzen wie Amazon und den "AMORELIE-Toypartys", die von speziellen Beraterinnen durchgeführt werden, macht es heute Umsätze im zweistelligen Millionenbereich. Die Gründerin selbst hat zum Jahreswechsel 2019/2020 die Geschäftsführung abgegeben und will sich verstärkt um die Förderung des weiblichen Gründerinnen-Nachwuchses kümmern. Ein Ziel, mit dem sie in Berlin auf offene Ohren und Türen stößt. Nicht nur bei Frauen.

FemTech ganz analog

Auch abseits von Screens, Apps und Websites bekommen Berliner FemHealth-Produkte viel Aufmerksamkeit und beweisen, dass der Begriff keine digitale Komponente beinhalten muss. Immer mehr Unternehmen fassen Fuß in der Mode- und Designbranche, erweitern alt bewährte Kleidungsstücke und machen diese alltagstauglicher für die Frauenwelt. So auch das Unternehmen ooia, das Periodenunterwäsche im Sinne der Nachhaltigkeit anbietet. Dank eines integrierten Membransystems muss frau während der Periode nicht mehr auf Wegwerfprodukte zurückgreifen und erhält auch beim Sport, auf Arbeit oder nachts ausreichend Schutz mithilfe der speziellen Unterwäsche. Die beiden Gründerinnen Kati Ernst und Kristine Zeller möchten mit ooia nicht nur das Thema Periode enttabuisieren, sondern auch als Mehrfachmütter beweisen, dass Führungspositionen von Frauen und mit viel Flexibilität bekleidet werden können. Das 2018 gegründete Berliner Startups KORA MIKINO  (übersetzt Freundin) entwickelt ebenfalls Panties-Produkte von Frauen für Frauen. Ob während der Menstruation, bei Blasenschwäche oder im Wochenbett – diese Unterwäsche soll Frauen in den unterschiedlichsten Lebensphasen den Alltag erleichtern. Auch branayama produziert nachhaltige, innovative Wäsche. Mit ihren praktischen, bequemen und hochwertig produzierten Still-BHs will die Gründerin Stefanie Raffelsieper Slow Fashion in der Modeindustrie stärken. Doch damit nicht genug, ein Blick auf die Unternehmensseite offenbart die eigentliche Mission hinter branayama: „Wir glauben an Innovation und dass es immer möglich ist, Dinge zu verbessern. Vor allem aber glauben wir daran, dass Frauen keine Kompromisse machen müssen, wenn sie Mütter werden oder überhaupt. Frauen verdienen es in ihrer Vielfältigkeit zelebriert zu werden und in ihrem vollen Glanz und ihrer ganzen Power zu stehen – jederzeit.“ 

FemTech-Unternehmen sind heute längst dort angekommen, wo Frauen tagtäglich präsent sind: im Alltag. Ihre Entwicklungen repräsentieren keine Nischenprodukte mehr, sondern sind für einen großen Teil der Gesellschaft relevant. Und FemTech umfasst inzwischen mehr als eine spezielle Kategorie mit Gesundheitsprodukten für Frauen; FemTech ist zu einer Bewegung geworden, die mehr Präsenz, Aufmerksamkeit und Selbstbestimmung des weiblichen Geschlechts einfordert und den von Männern dominierten Tech-Arbeitsmarkt für Frauen öffnet.

In der Themenreihe “Deep Dive” gibt Projekt Zukunft regelmäßig Einblicke in aktuelle Technologien der Digital-, Medien- und Kreativwirtschaft und informiert über Akteure, Trends und Anwendungen aus Berlin.