Film- und Rundfunkwirtschaft

Dank bester Produktionsinfrastruktur und Förderbedingungen steht Berlin an der Spitze der Film- und Fernsehstandorte Deutschlands.

Filmwirtschaft und Rundfunkwirtschaft

Die Hauptstadtregion übt auf die Produzenten aus aller Welt eine starke Anziehungskraft aus. Unter den 300 Produktionen jährlich sind eine ganze Reihe internationaler Großproduktionen und Serien entstanden. Darunter »Cloud Atlas« (Tom Tykwer), »Inglourious Bastards« (Quentin Tarantino), »Grand Budapest Hotel«/„Isle of Dogs“ (Wes Anderson), „Bridge of Spies“ (Steven Spielberg), „Radegund“ (Terrence Malick), „The Hunger Games – Mockingjay“, „Submergence" (Wim Wenders) sowie „The Girl in the Spider’s Web“ (Fede Alvarez) mit Serienstar Claire Foy. Aber auch The Square“ (Ruben Östlund/Gewinner Goldene-Palme 2017) und "Una Mujer Fantastica“ (Sebastián Lelio/Silberner Bär 2017), die zu den Oscar-Nominierten 2018 für den besten fremdsprachigen Film gehören. Mit über 5.000 Drehtagen erreichte die Region erneut einen neuen Rekord.

Dank der guten Produktionsinfrastruktur und Förderbedingungen verwundert nicht, dass Berlin mit über 5.200 Unternehmen und rund 34.400 Erwerbstätigen unangefochten an der Spitze der Film- und Fernsehstandorte in Deutschland steht. Laut der Produzentenstudie hat Berlin bei den relevanten Standortfaktoren (qualifiziertes Personal/Produktionsinfrastruktur/Kosten) die beste Bewertung in Deutschland mit 1,6 erreicht. Der Umsatz der Branche lag 2015 bei rund 2,2 Mrd. Euro

  • 18 Prozent der Unternehmen der nationalen Film- und Fernsehwirtschaft sind in Berlin ansässig
  • rund acht Prozent des Umsatzes der nationalen Film- und Fernsehwirtschaft wird in Berlin erwirtschaftet, Tendenz steigend
  • über neun Prozent der Erwerbstätigen der Film- und Fernsehwirtschaft deutschlandweit arbeiten in Berlin

Berlin ist im Filmbereich, auf der Produktionsseite und beim Pool kreativer Talente im Bereich Schauspiel, Regie und Drehbuch sowie bei der Kinodichte extrem gut aufgestellt. Mit rund 900 Produktionsfirmen steht Berlin an der Spitze der Produktionsstandorte in Deutschland und ist zugleich Sitz einer großen Zahl von unabhängigen Produzenten. Zu den wichtigen Fernsehproduzenten gehören u. a. die UFA-Gruppe, Ziegler Film, NFP sowie Studio Adlershof. Auch die Riege der Filmproduzenten – darunter Barefoot Films und X Filme – steht gleichermaßen für Publikumserfolge wie auch wirtschaftliche Erfolge. Außerdem profitiert der Filmstandort Berlin von der engen Vernetzung zwischen Produzenten, technischen Dienstleistern und Studios. Der Filmverleih ist als Vermarkter ein wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette. Neben der Wild Bunch AG, der StudioCanal Gruppe und Niederlassungen international agierender Verleihfirmen, wie Sony Pictures oder Deutsche Columbia Pictures, sind starke unabhängige Verleiher wie X-Verleih, Tobis, Delphi, Salzgeber und Piffl im Arthouse-Segment aktiv.

Video on Demand gewinnt weiter an Bedeutung und damit die Produktion von Serien. Unterstützt vom Medienboard entstanden Erfolgsserien wie „Babylon Berlin“, „You are wanted“, „Dogs of Berlin“, „4 Blocks“, „Deutschland 86“ sowie die internationalen Serien „Berlin Station“ und „Counterpart“ in der Hauptstadtregion. Für zusätzliche Akzente im Bewegtbildmarkt sorgen neue Contentproduzenten für Web-TV und Videoportale, darunter das Collective Studio71, Divimove und das YouTube Kollektiv 301. 

Tanja Mühlhans
Tanja Mühlhans

Leitung Kreativ- und Medienwirtschaft, Digitalwirtschaft, Projekt Zukunft

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